Ein Staatsfeind – Rückblick zum Zeitzeugengespräch mit Jochen Stern

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Am 7. November 2016 besuchte der Zeitzeuge Jochen Stern auf Einladung des Lehr– und Forschungs­gebiets „Didak­tik der Gesellschaftswis­senschaften“ die RWTH Aachen. Unterstützt wurde der Besuch durch die Förderung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

 

Jochen Stern (geboren 1928) ist Schaus­pieler, Regis­seur und Autor. Vielen Perso­nen dürfte er aus Rundfunk und Theater bekannt sein. Doch nur die Wenig­sten wissen, dass Herrn Stern wegen angeblicher Zugehörigkeit zu einer Spiona­geor­gan­i­sa­tion und wegen vermeintlicher antisow­jetis­cher Propa­ganda im Jahre 1947 verhaftet wurde. Nach fast einjähriger Untersuchungshaft im NKWD-Gefängnis Potsdam Lindenstraße wurde er 1948 zu 25 Jahren Zwangsarbeit in der Justizvollzugsanstalt Bautzen verurteilt. 1954 wurde er durch Amnestie in die Bundesrepublik entlassen.

 

In Aachen berichtete Jochen Stern vor Studieren­den und Interessierten in einer Abendveranstaltung über sein Schicksal als „Staatsfeind“. Nach seinen Ausführun­gen beant­wortete Jochen Stern zahlre­iche Fragen der Zuhörer*innen.

 

Bereits am Nachmittag informierte der Referent der Bundesstiftung Aufarbeitung, Dr. Jens Hüttmann, die Masterstudierenden der Fächer Geschichte und Politik über die schulische Bildungsarbeit der Stiftung. Zudem diskutierte er mit Ihnen die aktuelle Relevanz des Themenfeldes „DDR“ für die konkrete Unterrichtsplanung sowie -gestaltung.

 
Beginn: 18:15 Uhr
Ort: HWK 2 (Hörsaal 1132|301), Wüllnerstr. 1, 52062 Aachen